Kleine und große Kleinkunst bei der Kieler Woche

Die Kieler Woche ist das größte Seglerfest der Welt, aber nicht nur. Sie ist das größte Volksfest im Norden Europas, aber nicht nur.

Wovon die Kieler Woche auch und insbesondere lebt, ist ihre Vielfältigkeit an Nationalitäten, Ereignissen und Künstlern. Damit meine ich jetzt nicht große, bekannte Top Acts, die die Veranstalter an die Förde holen, sondern die vielen manchmal leisen, manchmal nicht ganz so leisen Künstler, die mit ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten beeindrucken. Manchmal zeigen sie ihre Kunst fast schon im Verborgenen, wie der Glasbläser, der in seinem Stand filigrane Figuren herstellt, manchmal machen sie selbst auf sich aufmerksam, wie die vielen Straßenkünstler, die musikalisch, theatralisch und/oder spielerisch die vorbeigehenden Gäste unterhalten, anhalten und mit in ihr Spiel einbeziehen. Manchmal muss man sich Zeit nehmen und sich auf Neues einlassen.

Viele Besucher haben sich am Montagabend auf High Five eingelassen, die mit Songs aus ihrem neuen Album „Dreh die Boxen auf“ aber auch ihrem Debutalbum „Jetzt und hier“ auf der Jungen Bühne eine Menge neuer Fans gefunden haben dürften.

Ich bin am Dienstagabend ebenfalls einer Empfehlung gefolgt und habe den Auftritt des „GlasBlasSing Quintetts“ auf der Rathausbühne besucht und kann nur hoffen, dass die Fünf „Glasbläser“ auch im nächsten Jahr wieder dabei sind, damit ich sie weiterempfehlen kann. Liedgut auf Leergut – das ist Hand- und Mundgemachte Gute-Laune-Musikcomedy für jung und alt. Natürlich kann man das Quintett nicht nur zu Kieler Woche sehen, Termine im September in Lutterbek und Hamburg wurden angekündigt.

Selbstverständlich dürfen auch liebgewonnene Klassiker nicht fehlen, zum Beispiel, wenn sich das Kieler Woche Musikzelt mit der Baggalutenband in einen Hexen- Verzeihung – Wikingerkessel verwandelt. Torfrock startete zwar mit einer halben Stunde Verspätung, was der folgenden Stimmung aber keinen Abbruch tat.

Ausklingen lassen kann man den Kieler Woche Abend dann auch prima bei einem Film im Open Air Kino im CITTI-Park im Schlossgarten. Sinnvolles Mitbringsel: Klappstühle und – bei der momentanen Witterung – vielleicht eine Wolldecke, damit es nicht verschnupft in den nächsten Tag der Kieler Woche geht.

Kleine Kunst kommt in der Kieler Woche ganz groß raus

Kleinkunst hat in der Kieler Woche einen festen Platz: Akrobatik, Artistik, Kindertheater und Straßenclowns – rund 30 Kleinkunst-Gruppen und Solisten begeistern die Besucherinnen und Besucher vom 18. bis zum 26. Juni auf dem größten Sommerfest Nordeuropas. An den neun Kieler-Woche-Tagen bringen die Künstlerinnen und Künstler ihr Publikum zum Lachen, Träumen und Staunen. Das Kleinkunst-Angebot ist in diesem Jahr mit rund 240 Auftritten noch vielfältiger als in den Vorjahren.

Ein neues Zentrum der Kleinkunst ist die Reventlouwiese: Die Kleinkunstbühne neben dem Kieler Woche Musikzelt bietet von Sonnabend, 18. Juni, bis zum zweiten Sonntag, 26. Juni, volles Programm. Den Anfang macht am Sonnabend, 18. Juni, um 13 Uhr der Wortkünstler „Herr Konrad“. Die Gruppe „PasParTout“ erzählt in „Baby-Elefant“ die Geschichte eines betagten Zirkusdirektors und seines kleinen Freundes, dem widerspenstigen Elefanten. Erstmals lädt das „upART-Theater“ zum Aktionstheater ein: Alt und Jung begeben sich in einer spannenden Bühnengeschichte auf Großwildjagd und verwandeln sich in wilde Tiere im Kieler-Woche-Dschungel. Akrobatische Kunststücke zeigen „Tante Luise & Herr Kurt“. Die alte Dame und ihr Begleiter haben die Bühne und das Publikum fest im Griff. Das Kieler Bühnentalent „Robin M.“ versetzt die Zuschauer mit seinen Jonglage-Tricks in Begeisterung und nach seiner Pause 2010 ist auch Helmut Ferner als „Die WeltClown“ wieder mit dabei.

Zum ersten Mal stehen Gregor Wollny, der Alles-Künstler aus Berlin, und Björn de Vil auf seinem Hochrad auf der Kleinkunstbühne. An allen neun Tagen ist die erfolgreiche norddeutsche Breakdance-Gruppe „Baltic Breakers“ am Start und heizt dem Publikum mit einer Live-Band ordentlich ein. Weiterlesen

Kieler Woche 2011 – Programm der Jungen Bühne Kiel

Die Junge Bühne Kiel ist ein gemeinsames Projekt des Kieler Jugendring e.V. und dem Amt für Schule, Kinder- und Jugendeinrichtungen der Stadt Kiel und bietet jungen Bands und Solotalenten aus der Region die Möglichkeit, während der Kieler Woche im Ratsdienergarten auf einer großen Open-Air-Bühne aufzutreten.
Darüber hinaus gibt es ein buntes Rahmenprogramm, an dem viele Jugendliche aus den Mitgliedsverbänden des Kieler Jugendring e.V. und den Jugendtreffs der Stadt Kiel beteiligt sind.
Das Team der Jungen Bühne war so nett, mir das Programm zur Kieler Woche schon mal zur Verfügung zu stellen und Ihr könnt es Euch hier als PDF herunterladen:
Besonderes Highlight für mich und absolute Empfehlung: High Five am 20.06.2011 um 22:00 Uhr. MERKEN. HINGEHEN. ;-)

Eine Frage des Respekts

Ich bin ja ein gemütliches Kerlchen und meckere wirklich sehr selten öffentlich und motzen tu’ ich noch viel seltener, aber jetzt ist mir schon zum zweiten Mal in diesem Jahr und zum dritten hintereinander ein Verhalten begegnet, das mich wirklich ankotzt, und bevor ich platze, muss das jetzt raus.

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Neulich im Nanobecken

(c) Thorsten Hardel

Irgendwie stecke ich im Sommerloch. Schon lange keine Podcast mehr gemacht, ist mir vor Kurzem aufgefallen und VLog#4 – das von der Kieler Woche – ist heute wieder einmal der Prokrastination zum Opfer gefallen. Wenn man so vor sich hin prokrastiniert, dann tut man ja alles Mögliche, um sich von der eigentlichen Arbeit abzulenken. Da kommen einem so kleine Fun-Projekte gerade recht.

Thorsten kennt Ihr ja schon aus Exilkieler’s Tagebuch #27. Aber er engagiert sich nicht nur für Wölfe in Deutschland, sondern auch für die Red Chrystal Garnelen in seinem Nanobecken, deren Abenteuer er in bisher 24 Cartoons in sein Zeichenblog bringt.

Mal wieder angeregt durch einen kurzen Dialog auf Twitter, gibt’s hier jetzt eine vertonte Folge, basierend auf Thoddy’s Cartoon-Charakteren. Die gibt’s übrigens auch auf Stoff

Exilkieler’s Tagebuch – Eintrag 18

DieUnterwasserpartyHeute muss es auch mal ohne Konzept gehen. Action Painterin Etelka Kovacs-Koller (www.madforart.de), TaeKwonDo Ates e.V.: Fight Night 2009.


Credits:
Musik Intro: Ambient Frequencies – PUSH-PULL – Liquid Mountains
Musik Outro: Spirit of the Lost Tales – Long way from home
Effekte: www.hoerspielbox.de

BY-NC-SA