
Wir sind Deutschland, wir sind Papst. Wir sind Eurovision-Song-Contest-Sieger! Zumindest ein Jahr lang, bis zur nächsten Ausrichtung im Mai im eigenen Land. Mit der bewährten Sängerin, die so aufwendig und, zugegebener Maßen mit Erfolg belohnt, in einer historischen Kooperation zwischen privaten und öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern gecastet wurde.
Was hier jetzt vielleicht schon sarkastisch klingt, ist keinesfalls respektlos gemeint, im Gegenteil. Mit Kooperation, Casting und Lenas Sieg beim ESC hat Stefan Raab wohl sein bisheriges Meisterstück abgeliefert. Um so unverständlicher fand ich es zum Zeitpunkt der Verkündung und finde es jetzt bei den Auswahlshows, dass er – spontan im Siegesrausch oder knallhart geplant – schon im Anschluss die Titelverteidigung Lenas verkündete. Aber das ist Schnee von Gestern.
Eigentlich wollte ich in diesem Jahr keine Kommentare zu dem Spektakel abgeben, aber nach der fast schon ausführlichen “Berichterstattung” in 2010 habe ich mich doch zu einem zusammenfassenden Löffelchen Senf für 2011 entschlossen.