Zwischen Selbstverantwortung und Datenschutz – Teil 2

Wo hört die Selbstverantwortung auf und wo fängt der Datenschutz an?

Im ersten Teil ging es um meine Überlegungen zur Preisgabe meiner Daten, wie sieht es aber mit der Verwendung aus?

Ich habe mich also nun für die Teilnahme an einem sozialen Netzwerk entschieden, Bedingungen gelesen akzeptiert und die Einstellungen nach bestem Wissen und Gewissen so hingefrickelt, dass ich mit der Reichweite meiner Veröffentlichungen leben kann, ohne befürchten zu müssen, dass am nächsten Tag im Büro hinter meinem Rücken getuschelt wird.

Während meine virtuelle Identität sich entwickelt und ich mit ihr auch außerhalb des vermeintlich geschlossenen sozialen Netzwerks im Internetz bewege, hinterlasse ich Spuren auf meinem Weg.
Aus diesen Spur-Daten machen findige Geschäftsleute und deren erfindungsreiche Techniker und Informatiker wertvolle Informationen, indem sie sie in Beziehung zueinander und zu mir setzen. Auf diese Weise kann zum Beispiel ein Profil über mich und meine Interessen entstehen, das – sollte ich mich darüber hinaus in einer demografisch werberelevanten Zielgruppe befinden – für verschiedene Branchen interessant und für Werbetreibende schon fast kostbar ist.
Wer sich jetzt an Teil 1 erinnert und sagt, dass diese Informationen ja sehr wohl personenbezogen sind, wenn sie zu mir in Beziehung gesetzt werden und ich darauf keinen Einfluss habe, dass und wie sie erhoben werden, dann hat er recht und das ist auch der Punkt, der dem Schleswig-Holsteinischen Datenschützer Thilo Weichert so sauer aufstößt. Weiterlesen

Zwischen Selbstverantwortung und Datenschutz – Teil 1

Beim Verfolgen der allgemeinen Diskussionen zu Facebook und den anstehenden Neuerungen sind mir ein paar Gedanken durch den Kopf gegangen, die ich hier mal mit Euch teilen und zur Diskussion stellen möchte. 

Der Ruf nach mehr Datenschutz wird  immer lauter. Aber aus welcher Richtung kommt er? Bin ich es nicht selbst, der an vorderster Front verantwortlich für den Schutz meiner Daten ist?

Ich will hier gar nicht ausschließlich auf Facebook herumreiten, sondern nur als Beispiel anführen. Alle Überlegungen gelten auf die eine oder andere Weise sicherlich für jede Art von sozialem Netzwerk, dem ich persönlich Informationen über mein Befinden, mein Leben, meine Vorlieben und den ganzen Rest anvertraue. Dabei ist es egal, ob sie Facebook, Google+, Twitter oder, oder, oder heißen.

Sind wir doch mal ehrlich; niemand zwingt uns dazu, diese ganzen Daten zu jeder Zeit und von nahezu jedem Ort über uns preiszugeben. Wir haben uns ganz freiwillig in den sozialen Netzwerken angemeldet und begonnen, unser Leben öffentlich zu machen.

Kurzum: Wenn ich nicht will, dass die Welt über meinen Aufenthaltsort bescheid weiß, dann checke ich da nicht ein. Ich denke, so viel Verantwortung im Umgang mit den eigenen Daten, personen- aktivitäts- oder ortsgebunden - welcher Natur auch immer, kann man dem gemeinen User sozialer Netzwerke schon aufbürden.

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52 Songs #12 – Romantik

Schon wieder auf den letzten Drücker der Beitrag zum gerade noch aktuellen Wochenthema “Romantik” im 52 Songs Blogprojekt.

Wie ich ja schon mal in einem meiner letzten Podcasts erwähnt habe, gibt es so etwas wie Genre-Grenzen in meiner Musiksammlung überhaupt nicht. Daher entstammt mein Beitrag zum Romantik-Thema auch der Musical-Ecke.

Romantisch kann es ja sein, wenn man seiner oder seinem Angebeteten musikalisch sein Herz ausschüttet, was aber eine sehr einseitige Sache sein kann und unter Umständen nicht mit der gewünschten Intensität erwidert wird.

Daher sind für mich die romantischsten Songs die Duette. Und selten sind diese so intensiv wie in Musicals. Auch wenn ich Jekyll & Hyde noch nicht auf der Bühne gesehen habe, ist eines der schönsten Duette aus diesem Musical “Take me as I am”

 

 

Dirndl-Dichte und Lederhosen-Aufkommen

Wer dieser Tage in’s Bayrische Landeshauptdorf reist, erlebt ein farbenfrohes Schauspiel. Es herrscht nämlich Oktoberfest oder wie man hier schlicht sagt: Wiesn.
Für die Nordlichter: Das ist sowas wie die Kieler Woche, nur ohne die ganzen coolen Sachen wie Segeln, Popularmusik und Regenwetter. ;-)

Beruflich hat es mich heute nach München verschlagen und schon am Hauptbahnhof konnte man viele Einheimische, Zugereiste und Touristen in der traditionellen Tracht der Ureinwohner beobachten.
Wenn man sich dann,  wie ich, mit der U-Bahn in entgegengesetzter Richtung bewegt, also von der Haltestelle Theresienwiese weg (die U5 wird übrigens in der Stationsdurchsage offiziell als “Wiesnexpress” angekündigt), nimmt die Dirndl-Dichte ab, was auch im direkten Verhältnis zum sinkenden Lederhosen-Aufkommen steht.
Man kann zweierlei Ausprägungen erkennen. Graumelierte Damen und Herren bevorzugen klassische Stoffe und Schnitte. Jüngere Generationen variieren eher in diesen Punkten und ergänzen zeitgemäße Accessoires wie Sonnenbrillen und iPhones.
Weniger passend erscheint mir die Kombination traditioneller Trachten-Herren-Oberbekleidung vom Hemd bis zu den Socken mit Nikes oder Chucks. Optisch wesentlich ansprechender als stachelige Männerbeine sind da schon die Dirndl-Variationen für die ärmeren Schichten wie Studentinnen, bei denen in passenden Regionen am Stoff gespart wurde. ;-)

Aber auch sonst treibt die Wiesn seltsame Blüten. So bietet Burger King gar eine aus drei Motiven bestehende T-Shirt Kollektion zum Oktoberfest an. Und wenn selbst Münchner Mütter in der U-Bahn ihren Kindern schmunzelnd ankündigen “Pass auf, gleich steigen wieder ganz viele Dirndl und Lederhosen ein”, dann stelle ich mir vor, wie es wäre, wenn zur Kieler Woche 90% der Besucher im Matrosenanzug gingen.

52 Songs #11 – Werbung

Was hatte ich nicht alles vor diese Woche hier zu verbloggen. Jetzt ist Sonntag Abend und auf den allerletzten Drücker kommt hier wenigstens noch das Posting zum Blogprojektt 52 Songs, dessen Thema dieses mal “Werbung” ist. Sehr passend zum Fernsehabend, bei dem die Werbung zwischenzeitlich durch Serien unterbrochen wird.

Es gibt Werbung, in der die Musik nur im Hintergrund läuft, Werbung, in der die Musik bereits eine Art akustisches Logo einer Marke ist und solche, bei der aus dem Werbesong ein Hit wird. Einer dieser Songs, der aus einem Werbespot heraus zum Hit wurde stammt aus dem Jahr 1986 – ja ich bin ein Kind der Achtziger… ;-)

Kennt Ihr alle:

52 Songs #10 – Wut

Boah, schon wieder Freitag. Da bin ich ja mal wieder echt spät dran. Dann machen wir es mal schnell und kurz: Thema der Woche im 52 Songs Blogprojekt ist WUT.

Mein Song dazu: Metallica – Fuel